Franka - zu ihr kam ich wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind!

Wie Maxl sollte Flori eigentlich solitär mit uns zusammen leben. Eigentlich. Bis mir Sybille die Übernahme von Franka anbot, nachdem sich im Laufe der Haltung im Rudel der Züchter herausstellte, dass die "Rennsemmel" unterfordert war und eine sportliche Auslastung benötigte. Durch unseren regelmäßigen Kontakt wusste Sybille, dass Flori sich auf einem sehr hohen Ausbildungsniveau befand und sie traute es mir zu, dies auch einem zweiten Hund bieten zu können. Und so starteten wir das Abenteuer "Hundeduett".

Flori und Franka harmonierten auf Anhieb im gemeinsamen Zusammenleben und als auch Franka das Ausbildungsniveau von Flori erreicht hatte, ging es mit der Sportkarriere der Beiden steil bergauf.

Beide Hunde zeichnete ein extremer Sportgeist aus, welcher sie auf den Turnieren sehr ehrgeizig werden ließ und meine Aufgabe bestand darin, diesen Ehrgeiz in vernünftige Bahnen zu leiten, denn zu schnell geraten solche Hunde in Gefahr zu reinen "Sportgeräten" zu werden und genau dies sollte meinen beiden Schätzen so nicht ergehen!

Und wie es so ist wenn Erfolge sich einstellen, es begann eine Nachfrage von anderen gleichgesinnten Hundehaltern nach einer Ausbildung durch mich und so startete ich neben der Sportkarriere meine Laufbahn als Hundetrainerin. 

Franka ermöglichte mir ausserdem den ersten Einstieg in das Thema Hundezucht, hatte ich doch mit den Züchtern die Vereinbarung getroffen, dass Franka zu gegebener Zeit (das bedeutet nicht vor dem zweiten Lebensjahr) zurück in die Geburtsstätte ziehen darf, um einen eigenen Wurf aufzuziehen. Dieser Plan wurde auch umgesetzt und Franka wurde die Mutter des "J-Wurfes von der Holderheide" und so schnell wie ihre Zuchtkarriere begann, so schnell endete sie auch. Das Mutterdasein war so gar nicht ihre Welt und so berücksichtigten wir ihre Natur in beließen es im Einvernehmen mit ihren Züchtern bei diesem einzigen Wurf.